Entwicklung und Implementierung eines Pilotprojekts zur Unterstützung der Freiwilligen Rückkehr und Reintegration von Tschetschen/innen

Laufzeit: 01.07.2009 bis 30.06.2010  

Das Projekt sah die sorgfältige Entwicklung und anschließende Implementierung eines Pilotprojekts für die unterstützte freiwillige Rückkehr und Reintegration für tschetschenische (abgelehnte) Asylwerber/innen, anerkannte Flüchtlinge, Personen unter subsidiärem Schutz sowie nicht oder nicht mehr aufenthaltsberechtigten Personen, die in Österreich leben, vor.

Basierend auf den Ergebnissen der "Studie zu Situation und Status russischer Staatsangehöriger tschetschenischer Herkunft in österreichischer Grundversorgung", die 2008/09 von IOM Wien und IOM Moskau durchgeführt wurde, sollten in Österreich und der Russischen Föderation funktionierende Strukturen und Netzwerke für ein Rückkehr- und Reintegrationsprogramm aufgebaut werden. Die folgenden Aktivitäten wurden umgesetzt:

a) Aufbau bzw. Unterstützung gut funktionierender Strukturen für

  • die Beratung potentieller Rückkehrer/innen in Österreich
  • die Unterstützung für die Reintegration von Rückkehrer/innen in der Republik Tschetschenien

inklusive Ausarbeitung eines detaillierten Aktionsplans für ein Pilotprojekt zur Rückkehr- und Reintegrationsunterstützung, basierend auf den Ergebnissen der Profilerhebungsstudie, auf nationalen Erfahrungen und internationalen Best Practices;

b) Eine gründliche Organisation und reibungslose Durchführung der Rückkehr aus Österreich und anschließende Unterstützung der Reintegration in der Republik Tschetschenien im Rahmen des Pilotprojekts für zwölf ausgewählte Tschetschen/innen.

In Österreich wurde im Rahmen einer Internationalen Arbeitsgruppe ein Netzwerk aus Organisationen und Behörden errichtet, um die Information und Beratung potenzieller Teilnehmer/innen aus der Republik Tschetschenien zu gewährleisten und zu intensivieren.

In Moskau und der Republik Tschetschenien wurde mit der Hilfe von lokalen Partnerorganisationen ein Netzwerk aus Institutionen, Behörden, Organisationen und Dienstleistern (z. B. Arbeitsmarktservice, Kursanbieter, etc.), aufgebaut und mögliche Reintegrationsmaßnahmen identifiziert.

Nach der Aufbauphase wurden im Rahmen eines Pilotprojekts zwölf Tschetschen/innen bei ihrer freiwilligen Heimreise und Reintegration in der Republik Tschetschenien unterstützt. Sie erhielten durch umfassende Beratung die notwendigen Grundlagen für eine erfolgreiche und nachhaltige Reintegration in Gesellschaft und Wirtschaft ihrer Heimat. Neben finanzieller Unterstützung für die Lebenserhaltungskosten während der ersten drei Monate nach der Rückkehr wurden ihnen Informationen und Beratung zu möglichen Reintegrationsmaßnahmen (z.B. Informationen zu verfügbaren Sprach- oder IT-Kursen, Jobsuche, etc.), Businessberatung sowie finanzielle Unterstützung für ausgewählte Aktivitäten zur Verfügung gestellt.

 

Dieses Projekt wurde durch den Europäischen Rückkehrfonds und das Bundesministerium für Inneres kofinanziert.