Koordination der Rückkehr- und Reintegrationshilfe für freiwillig Rückkehrende nach Moldau

Laufzeit: 15.12.2005 bis 31.01.2010

IOM Wien implementiert das Projekt "Koordination der Rückkehr- und Reintegrationshilfe für freiwillig Rückkehrende nach Moldau", welches auf die nachhaltige Rückkehr und Reintegration von freiwillig rückkehrenden moldauischen Staatsangehörigen abzielt, die den Status als

  • Asylwerber/innen
  • Asylberechtigte, oder
  • Refoulement-Schutz

in Österreich haben.

In Österreich bezieht das Projekt alle mit der Rückkehr befassten behördlichen Stellen (Landesflüchtlingsbüros) und Nicht-Regierungsorganisationen bei der Beratung von moldauischen Rückkehrinteressierten mit ein.

Es umfasst

  • die Erstellung eines zweimonatlichen Rundbriefs über die Projektmöglichkeiten und die Situation in Moldau
  • die Bereitstellung von Profilbögen für eine zielgerechte Beratung
  • die Möglichkeit individueller Anfragen
  • die Organisation der Rückkehr
  • die Auszahlung der Starthilfe (EUR 300.- pro Person)

Bedeutung wird der Betreuung von besonders schutzbedürftigen Personen wie unbegleitete Minderjährige, ältere Personen, Frauen, Angehörige ethnischer Minderheiten und kranke Personen beigemessen.
In Moldau setzt IOM Chisinau gemeinsam mit nationalen und lokalen Projektpartnern (u.a. moldauische Arbeitsvermittlungsstellen, Mikrokreditinstitute) die Reintegrationsmaßnahmen um.
Diese umfassen

  • Sprach- und Computerkurse
  • Ausbildungsunterstützung, (z.B. Übernahme der Studiengebühren, Kosten für Bücher usw.)
  • Berufsausbildung
  • Stellenvermittlung in privaten und öffentlichen Unternehmen
  • Unterstützung für Neugründungen von Kleinbetrieben durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss, Business Training, Anbindung an Mikrokrediten usw.

Ein weiteres entscheidendes Element ist die Ausweitung der Reintegrationsmaßnahmen auch auf die lokale Bevölkerung, um möglichen Spannungen zwischen bedürftigen Personen aus der Gemeinde und den Rückkehrenden entgegen zu wirken und gleichzeitig eine allgemein positive Auswirkung auf die Entwicklung der jeweiligen Gemeinde zu sichern. 

Wegen der erfolgreichen Implementierung des Projekts bis Dezember 2007 wurde eine Verlängerung des Projekts beantragt und bewilligt bis Jänner 2009.  

Das Projekt wird mit Mitteln des Europäischen Flüchtlingsfonds (EFF), des Bundesministeriums für Inneres (BM.I) und der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) finanziert.