Förderung der Kooperation zwischen unterschiedlichen Akteur/innen im Kampf gegen Menschenhandel in Herkunfts- und Zielländern

Laufzeit: 1. Februar 2011 bis 31. Juli 2012

Das Projekt „Förderung der Kooperation zwischen unterschiedlichen Akteur/innen im Kampf gegen Menschenhandel in Herkunfts- und Zielländern“ zielte auf verbesserte Partnerschaften und Netzwerke zwischen Nigeria und Europa ab. Zudem wurden direkte Kommunikationskanäle geschaffen und standardisierte operationelle Verfahren zwischen Exekutivbeamt/innen, Justizbehörden und Betreuungsstellen für Betroffenen in beiden Regionen entwickelt. Das Projekt trug zudem durch Bewusstseinsbildung über die Komplexität der Thematik bei relevanten Akteur/innen und gefährdeten Gruppen zur Verhütung von Menschenhandel bei.

Die teilnehmenden Länder waren: Belgien, Frankreich, Deutschland, Nigeria, Österreich, die Schweiz und das Vereinigte Königreich.

Folgende Aktivitäten wurden im Zuge des Projektes durchgeführt:

  • Entwicklung einer Evaluierungsstrategie, geeigneter Instrumente und einer Erhebung
  • Fortbildungsreise der Teilnehmer/innen nach Nigeria
  • Wanderndes Filmfestival in drei Provinzen Nigerias, wo viele Betroffene von Menschenhandel ihren Ursprung haben (Abuja, Lagos und Edo Staat)
  • Zwei bewusstseinsbildende Workshops für Medienvertreter/innen in Verbindung mit dem wandernden Filmfestival
  • Fortbildungsreise der Teilnehmer/innen nach Belgien
  • Erstellung eines Dokumentarfilms und Filmpaktes für das europäische und nigerianische Publikum
  • Gemeinsamer Workshop über operationelle Verfahren der internationalen Kooperation in Wien, Österreich
  • Nationale Folge-Workshops in jedem teilnehmenden Land
  • Evaluation und Eruierung des Wirkungsbereichs

Das Projekt verbesserte die Unterstützung für Betroffene von Menschenhandel durch verstärkte Kapazitäten in Nigeria und Europa und eine geförderte operationelle Kooperation zwischen Exekutivbeamt/innen, Justizbehörden und Betreuungsstellen für Betroffene in Ursprungs- und Zielländern. Die Durchführung des Filmfestivals fuhr zu einem erhöhten Bewusstsein über die Komplexität von Menschenhandel bei gefährdeten Gruppen und Teilnehmer/innen.

Das 18-monatige Projekt wurde gemeinsam von IOM, UNODC und der NGO EXIT in Nigeria und Wien implementiert. Es wurde von der Europäischen Kommission und den teilnehmenden Ländern kofinanziert.