Rückkehr- und Reintegrationshilfe für freiwillige Rückkehrer/innen in den Kosovo

Laufzeit: 01.09.2008 bis 30.06.2012

Vom September 2008 bis Juni 2012 war IOM Wien mit der Implementierung des Projektes “Rückkehr- und Reintegrationshilfe für freiwillige Rückkehrer/innen in den Kosovo” betraut, welches vom Europäischen Rückkehrfond, dem Österreichischen Bundesministerium für Inneres sowie den Landesregierungen Niederösterreich, Tirol und Kärnten finanziert wurde.

Ziel des Projekts „Rückkehr- und Reintegrationshilfe für freiwillige Rückkehrer/innen in den Kosovo“ war es, die freiwillige Rückkehr unter den sich in Kärnten, Niederösterreich und Tirol befindlichen kosovarischen a) (abgelehnten) Asylwerber/innen, b) Asyl- und subsidiär Schutzberechtigten in Grundversorgung sowie c) irregulären Migrant/innen durch das Anbieten von maßgeschneiderten Reintegrationsmaßnahmen im Kosovo, die vor allem auf die Reintegration der Rückkehrenden in den Arbeitsmarkt abzielen, zu fördern. 

IOM bat im Rahmen der freiwilligen Rückkehr in den Kosovo folgende Rückkehrmaßnahmen an:

  • Betreuung am Flughafen Wien vor Abflug
  • Betreuung am Flughafen Pristina bei der Erledigung der Einreise- und Zollformalitäten durch Personal von IOM Kosovo
  • Nach Wunsch Organisation der Weiterreise bis zum jeweilig endgültigen Ziel der Rückreise

Die Reintegrationsmaßnahmen umfassten ein individuell auf die Bedürfnisse der Rückkehrenden abgestimmtes Programm in einem der folgenden Bereiche:

  • Berufsbildende Maßnahmen unter Berücksichtigung des lokalen Arbeitsmarktes(z.B. Ausbildung zum/r Mechaniker/in, Friseur/in, Installateur/in, Elektriker/in, usw.)
  • Ankauf von Werkzeugausrüstung nach erfolgreichem Abschluss der Berufsschule / des Trainings bzw. bei bereits vorliegender Qualifikation
  • Unterstützung bei der Gründung eines Kleinbetriebs (Landwirtschaft, Event-Management, Schneiderei, Bäckerei, Catering, Autowerkstatt, Taxi Service, Drogerie, Lebensmittelgeschäft, usw.). Die Unterstützung für diese Maßnahme durch einen jeweils zur Verfügung gestellten Zuschuss bis zu maximal EUR 3.000 wird unter anderem für den Ankauf von für die Aufnahme des Betriebs nötigen Ausrüstungsgegenstände verwendet. Besonderes Augenmerk wird auf die Förderung der Fähigkeiten der Unternehmensgründung und -leitung gelegt, diese soll durch das Angebot eines intensiven Geschäftsplanungs- und Managementseminars erfolgen
  • Gewährung von zeitlich begrenzten Lohnzuschüssen nach erfolgreicher Arbeitssuche durch einen jeweils zur Verfügung gestellten Zuschuss bis zu maximal EUR 1.000
  • Unterstützung der Rückkehrenden mit besonderen Bedürfnissen (alleinerziehende Mütter, unbegleitete Minderjährige, Rückkehrer mit medizinischen Bedürfnissen)
  • Begleitung und Überprüfung (Monitoring) des Reintegrationsprozesses, um bei Bedarf Anpassungen der Maßnahmen an die Bedürfnisse der Rückkehrenden und an die örtlichen Gegebenheiten zeitgerecht vornehmen zu können 

Um die Nachhaltigkeit der Reintegrationsmaßnahmen zu stärken, wurde in der letzten Projektphase eine neue Komponente eingeführt. Ziel dieser neuen Komponente war der Strukturaufbau und die Netzwerkbildung für den Aufbau und die Implementierung kleiner landwirtschaftlicher Cluster mit Sammelpunkten für landwirtschaftliche Produkte. 

Dieses Projekt wurde durch den Europäischen Rückkehrfonds und das Bundesministerium für Inneres kofinanziert.