Sonderprogramm zur Reintegration der Rückkehrer/innen nach Albanien, Mazedonien und in den Kosovo

Die Internationale Organisation für Migration führte über ihre Büros in Tirana (Albanien), Pristina (Kosovo/Serbien und Montenegro), Skopje (Mazedonien) sowie in den EU-Mitgliedsstaaten das Projekt "Förderung der nachhaltigen Reintegration in Albanien, im Kosovo und in der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien durch die Verstärkung  des Serviceangebots lokaler NGOs für Rückkehrer/innen " durch. Dieses Projekt wurde von der Europäischen Kommission (Generaldirektion Justiz und Inneres) kofinanziert.

Ziel des Projektes war es, lokale NGOs darin zu stärken,

  • Personen mit abgelaufenem Visum
  • undokumentierten Migrant/innen
  • und abgelehnten Asylwerber/innen

aus Albanien, dem Kosovo (Serbien und Montenegro) und der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien, die im Rahmen der bestehenden Freiwilligen Rückkehrprogramme der IOM aus den EU-Mitgliedsstaaten zurückkehren, nachhaltige Reintegrationsunterstützung anzubieten.

In vier EU-Mitgliedsstaaten (Belgien, Deutschland, Italien und dem Vereinigten Königsreich) wurde in der ersten Projektphase eine Studie mit der Zielgruppe (den irregulären Migrant/innen aus Albanien, dem Kosovo und Mazedonien) durchgeführt, um die Migrationshintergründe, die mögliche Motivation zur Rückkehr und die Art der Reintegrationsunterstützung, die den Rückkehrenden am ehesten behilflich sein würde, zu erfahren.

Als Hauptursachen für die Emigration wurden im Bericht die allgemeine unsichere Lage, die wirtschaftliche Not und politische Situation im Herkunftsland bzw. in der -region genannt.

Zu den wichtigsten Bedingungen unter denen Migrant/innen bereit wären dauerhaft zurückzukehren, zählten vor allem ein gesicherter Arbeitsplatz und, ein akzeptables Maß an Sicherheit und Lebensstandard.

Als bevorzugte Arten der Rückkehrhilfe erwähnten die potentiellen Rückkehrenden Starthilfedarlehen für Klein- und Mittelbetriebe, gefolgt von der Hilfe bei der Arbeitssuche und Wohnungszuschüsse.

Basierend auf diesen Ergebnissen, wurden geeignete NGOs in den Herkunftsländern ausgesucht und in ihren Leistungsangeboten entsprechend verstärkt.

Download Studie

Die zweite Phase zielte darauf ab, die Rückkehr und nachhaltige Reintegration von sich in der EU irregulär aufhaltenden Migrant/innen aus Albanien, dem Kosovo (Serbien und Montenegro) und der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien zu erleichtern. Konkret standen der Zielgruppe bis Ende April 2005 folgende Reintegrationsmaßnahmen zur Verfügung:

  • Unterstützung für Neugründungen von Kleinbetrieben
  • Stellenvermittlung in privaten und öffentlichen Unternehmen
  • Handwerkliche Ausbildung
  • Computer- und Sprachkurse
  • Ausbildungsunterstützung, z.B. Übernahme der Studiengebühren, Kosten für Bücher usw.