Studie zu Situation und Status russischer Staatsangehöriger tschetschenischer Herkunft in österreichischer Grundversorgung

Laufzeit: 01.09.2008 bis 30.06.2009

Das Ziel der „Studie zu Situation und Status russischer Staatsangehöriger tschetschenischer Herkunft in österreichischer Grundversorgung“ war die Schaffung einer größeren Wissensbasis zum Profil russischer Staatsbürger/innen aus der Republik Tschetschenien, die in Österreich Grundversorgung erhalten, einschließlich Informationen zu deren Motiven zur Migration nach Österreich, zum Verbleib im Land und zur potentiellen Rückkehr in ihre Herkunftsregion.

Für die Durchführung der Studie wurde ein multi-methodologischer Ansatz gewählt. Dieser Ansatz nutzt die Vorteile sowohl qualitativer als auch quantitativer Methoden zur Sicherstellung hochwertiger und sorgfältig ermittelter Ergebnisse. Fachliteratur, Daten, Statistiken, Informationen und Erfahrungen aus früheren Profilstudien von IOM in anderen Ländern wurden als Grundlage für die Studie verarbeitet. Zu den eingesetzten qualitativen Instrumenten gehörten u.a. Expert/innenbefragungen, die in verschiedenen Stadien des Projekts durchgeführt wurden, um die Entwicklung quantitativer Instrumente sowie die Interpretation der Ergebnisse zu unterstützen.

Im Rahmen der Studie wurde in Grundversorgungseinrichtungen in Wien und NÖ eine empirische anonyme Befragung von über 200 russischen Staatsangehörigen aus der Teilrepublik Tschetschenien anhand eines strukturierten Fragebogens durchgeführt. Mithilfe der Befragung sollten Informationen zu ihrer demografischen und sozio-ökonomischen Situation, sowie ihre Motivation für die Migration nach Österreich, erfasst und analysiert werden. Die Befragung untersuchte außerdem einen möglichen Bedarf an Maßnahmen zur Unterstützung der freiwilligen Rückkehr und Reintegration.

Die Befragung wurde durch eine Erfassung herkunftslandspezifischer Informationen ergänzt, die von IOM Moskau ermittelt wurden (z.B. zum Stand der Wirtschaft, Infrastruktur, Behörden, Partnerorganisationen etc.). Zusammen bildeten diese Ergebnisse die Basis für Empfehlungen für die mögliche Entwicklung eines freiwilligen Rückkehr- und Reintegrationsprojekts für diese spezielle Zielgruppe.

Die „Studie zu Situation und Status russischer Staatsangehöriger tschetschenischer Herkunft in österreichischer Grundversorgung“ wurde vom Europäischen Rückkehrfonds (SOLID-Fonds der Europäischen Kommission) und dem Österreichischen Bundesministerium für Inneres kofinanziert. Das Projekt wurde in Österreich und in der Russischen Föderation in enger Zusammenarbeit mit nationalen, regionalen und internationalen Partnern umgesetzt.

Studie zu Situation und Status russischer Staatsangehöriger tschetschenischer Herkunft in österreichischer Grundversorgung

 

Dieses Projekt wurde durch den Europäischen Rückkehrfonds und das Bundesministerium für Inneres kofinanziert.