Unterstützung der Freiwilligen Rückkehr und Reintegration von Rückkehrenden in die Russische Föderation / Republik Tschetschenien

Laufzeit: 01. Juli 2010 bis 30. Juni 2015

Das Projekt „Unterstützung der Freiwilligen Rückkehr und Reintegration von Rückkehrenden in die Russische Föderation / Republik Tschetschenien“ war Teil einer dreiteiligen Initiative, die vom Österreichischen Bundesministerium für Inneres und dem Europäischen Rückkehrfonds kofinanziert wurde. So wurde 2008 eine Studie zu Situation und Status russischer Staatsangehöriger tschetschenischer Herkunft in österreichischer Grundversorgung erstellt. 2009 wurde die Vernetzung und Entwicklung von Strukturen für die Reintegration von Freiwilligen Rückkehrenden in die Russische Föderation / die Republik Tschetschenien erarbeitet und zudem ein Pilotprojekt zur unterstützten Rückkehr und Reintegration der Zielgruppe durchgeführt. Begleitend wurde 2009 eine Internationale Arbeitsgruppe gegründet, deren Teilnehmer Vertreter/innen des UNHCR, der Rückkehrberatungsorganisationen, von IOM (Wien und Moskau) sowie Vertreter/innen der Partner in der Republik Tschetschenien (Tschetschenische Wirtschaftskammer, NGO Vesta) waren. Weitere Informationen finden Sie unter Abgeschlossene Projekte.

Von 01.07.2010 bis 30. Juni 2015 implementierte IOM das Projekt "Unterstützung der Freiwilligen Rückkehr und Reintegration von Rückkehrenden in die Russische Föderation / Republik Tschetschenien", das vom Österreichischen Bundesministerium für Inneres und dem Europäischen Rückkehrfonds kofinanziert wurde. Im Rahmen des Projekts wurden Russische Staatsangehörige aus der Republik Tschetschenien, die freiwillig in ihre Heimat zurückkehrten, nicht nur bei der Rückkehr, sondern auch bei ihrer Reintegration im Herkunftsland unterstützt.

Die Projektteilnehmer/innen erhielten nach ihrer Rückkehr Unterstützung von der lokalen Partnerorganisation (NGO Vesta), die soziale, rechtliche und wirtschaftliche Beratung zur Verfügung stellte und sie bei der Auswahl ihrer individuellen Reintegrationsmaßnahmen (z.B. Weiterbildungskurse, Geschäftsgründung, Erwerb von Werkzeug oder Materialien, etc.) unterstützte. Die Reintegrationsmaßnahmen erfolgten in Form von Sachleistungen im Wert von bis zu max. EUR 2.000 (pro Haushalt konnte nur eine Person teilnehmen); im Fall von Kleingeschäftsgründungen, die eine Registrierung erforderten, war eine zusätzliche Unterstützung von bis zu EUR 1.000 in Form von Sachleistungen möglich. Zusätzlich wurden alle Rückkehrer/innen bei der Deckung der Lebenserhaltungskosten während der ersten Monate nach der Rückkehr mit EUR 500,- pro Fall unterstützt.

Die Reintegrationsunterstützung konnte z.B. für die folgenden Maßnahmen genutzt werden:

  • Berufsausbildung: z.B. Computer- oder Sprachkurse, Buchhaltung, Reparatur von Haushaltsgeräten, Reparatur von Mobiltelefonen, Mechaniker/in, Holzarbeiter/in, Friseurbetrieb, Nagelpflege, Näharbeit, etc.
  • Ankauf von für die Ausübung eines Berufes benötigtem Werkzeug und geeigneter Ausrüstung
  • Unterstützung bei der Gründung eines Kleinunternehmens (z.B. in der Landwirtschaft, Milchwirtschaft, Ackerbau, Viehhaltung, Schweißer/in, Schneider/in, Zimmerer/in, kleine Geschäfte, Schönheitssalons, Werkstätten, Internet-Cafes, etc.). Die Unterstützung in Form von Sachleistungen wurde unter anderem für den Ankauf von Ausrüstungsgegenständen, die für die Aufnahme des Betriebs nötig sind, sowie bei Bedarf für Geschäftsplanungs- und -managementstrainings verwendet.
  • Organisation von Kinderbetreuung und medizinischer Versorgung für Rückkehrer/innen mit besonderen Bedürfnissen

Zielgruppe des Projekts waren Asylwerber/innen, Asylberechtigte, subsidiär Schutzberechtigte sowie nicht oder nicht mehr aufenthaltsberechtigte Personen, die freiwillig aus Österreich in die Russische Föderation / Republik Tschetschenien zurückkehrten.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte avrr.vienna@iom.int.

Dieses Projekt wurde durch den Europäischen Rückkehrfonds und das Bundesministerium für Inneres kofinanziert.