Resettlement in Österreich
Die österreichischen Erfahrungen mit Resettlement können grob in vier Bereiche unterteilt werden:
- Resettlement aus Österreich in die USA nach dem zweiten Weltkrieg:
1956/57 kamen rund 180.000 Menschen aus Ungarn nach Österreich. Von diesen wurden viele mit Unterstützung von IOM und einem „Refugee Processing Center“ in Salzburg bis in die frühen 1990er Jahre in die USA umgesiedelt. Im Jahr 1993 wurden beispielsweise noch 1.843 Personen aus Österreich in die USA gebracht.
- Kontingentflüchtlinge, die nach Österreich kamen:
In den 70er Jahre waren das Menschen aus Uganda, Chile, Irak und Indochina, die als Kontingentflüchtlinge in Österreich aufgenommen wurden. Hier handelt es sich um kein Resettlement Programm, das Prinzip der schnellen Aufnahme ähnelt aber dem von Resettlement. Weiters wurden in den frühen 90er Jahren irakische Flüchtlinge aus der Türkei als Kontingentflüchtlinge in Österreich aufgenommen.
- Humanitäre Aufnahme von Flüchtlingen in Österreich:
1991/92 kamen rund 13.000 Menschen aus Kroatien, wurden in Österreich versorgt und kehrten im Frühjahr 1992 größtenteils in ihr Herkunftsland zurück. Zu diesem Zeitpunkt trafen schon die ersten Flüchtlinge aus Bosnien-Herzegowina ein. Österreich hat rund 90.000 Flüchtlinge aufgenommen.
Als im Frühjahr 1999 die Vertreibung der Kosovo-Albaner eskalierte, nahm Österreich, wie andere Staaten, ebenfalls Flüchtlinge auf - mehr als 5000 Menschen. Im Jahr 2011 hat Österreich 30 Christen aus dem Irak aufgenommen – der erste Schritt in Richtung eines Humanitären Aufnahmeprogramms für Flüchtlinge.
- Humanitäre Aufnahme und Resettlement:
2013 startete dann das Humanitäre Aufnahmeprogramm für syrische Flüchtlinge – was 2014 offiziell zu Resettlement wurde.
Im Folgenden finden Sie detaillierte Informationen zu aktuellen Projekten:
► Humanitäres Aufnahmeprogramm Syrien II